RED DOOR PROJECTS

Aktuelle Aufführungen

 

WILDE REITER - Ein expressionistischer Theaterabend

Vor hundert und einem Jahr begann in der Kunst eine Revolution, ungeschönt und ungezähmt: der Expressionismus. Junge Künstler suchten nach neuen Ausdrucksformen – und fanden die Moderne. Die Hektik der Großstadt, die leuchtenden Farben der Natur, das Ausbrechen aus erstarrten Normen und die Schrecken des ersten Weltkrieges, Tod und Liebe, Glück und Kampf – all das floss in die Arbeiten von Künstlern wie den „Blauen Reitern“, von Georg Trakl und Else Lasker-Schüler, von Georg Heym und Gottfried Benn. Ihnen und vielen anderen Schriftstellern des Expressionismus widmet die Gruppe RED DOOR PROJECTS im „Blauen Jahr“ 2011 einen eigenen Abend. Neben einer szenischen Lesung mit Gedichten und Prosatexten wird das in Deutschland äußerst selten aufgeführte Drama „Kräfte“ von August Stramm aus dem Jahr 1914 in einer packenden Inszenierung gezeigt.

KRÄFTE
Vier Menschen. Zwei Paare. Ein Schritt zu weit. KRÄFTE erzählt die Geschichte einer Vierecksbeziehung – ungeschminkt, roh und brachial und dabei hochpoetisch und feinfühlig. Eine theatrale Selbstzerfleischung, die sich auf das Schlachtfeld der Psyche begibt und zeigt, wozu der Mensch fähig ist – vor allem, wenn er liebt…
August Stramm, geboren 1874, gefallen 1915 bei Horodec, war selbst unter den „wilden Expressionisten“ eine geniale Ausnahmeerscheinung. „Niemand war von so vorgetriebenem Expressionismus  in der Literatur“, schrieb Alfred Döblin über ihn. Mit seiner reduzierten, hochmodernen Sprache, seinen zerhackten Rhythmen und seinen Wortfetzen seziert er das menschliche Denken und Fühlen – und bleibt doch ein teilnahmsvoller Beobachter…

Darsteller: Chiara Nassauer, Yvonne Pajonkowski, Jan Philip Keller, Enea Lanzarone
Regie: Chiara Nassauer

 

NIMM MEINE SEELE UND TRINKE SIE AUS - Liebesbriefe großer Männer und Frauen


„Um einen guten Liebesbrief zu schreiben, mußt du anfangen, ohne zu wissen, was du sagen willst, und endigen,
ohne zu wissen, was du gesagt hast.“ Jean-Jacques Rousseau

Liebesbriefe sind immer ein Versuch: ein Versuch, drei einfach Worte so auszudrücken, dass der Empfänger sie glaubt; sie so spürt wie der andere. Liebesbriefe wollen viel. Sie wollen schmeicheln, erobern, sich herantasten, fordern, beschwichtigen, Aufmerksamkeit erregen, verarbeiten, trauern – aber vor allem wollen sie eines: den anderen.

Liebesbriefe lassen tief blicken. Nie zeigt sich der Mensch ehrlicher als in einem Brief an den oder die Geliebte: mal schmeichelnd, mal zornig, oft verwirrt, manchmal komisch, sogar sarkastisch und skurril, anbetend, fordernd, verzweifelnd, hoffend - völlig im Bann des Anderen. Großer Männer und Frauen der Weltgeschichte, wie man sie noch nie zuvor gehört hat – in Briefen an "das geliebte Wesen".

"Und die Liebe höret niemals auf": eine Reise in eine Zeit ohne Telefon, e-Mail, SMS oder Facebook - vom alten Rom bis ins Berlin der 20er Jahre. Eine Lesung mit Briefen von Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich von Kleist, Wolfgang Amadeus Mozart, Clara Schumann, Lord Byron, Napoleon Bonaparte, Rosa Luxemburg, Kurt Tucholsky und vielen anderen.

Ein Abend für alle Langzeit- und Frisch-Verliebten und alle, die es werden wollen.

Diese Veranstaltungen können Sie nach Absprache übrigens auch für Ihre eigene Spielstätte buchen - schreiben Sie uns einfach eine Mail oder rufen Sie an!